Um Afghanistan noch sicherer zu machen: Bundesregierung erhöht Waffenexporte

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Berlin – Große Aufregung um Bundesinnenminister Thomas de Maizère. Nach seinen Äußerungen zur angeblich guten Sicherheitslage in Afghanistan steht der Minister immer mehr unter Druck. Zuvor hatten mehre Bundesländer einen Abschiebestopp nach Afghanistan verkündet. Die Bundesregierung will den Ländern jetzt entgegenkommen: Mehr Waffenexporte sollen Sicherheit garantieren.

Waffen = Frieden und Sicherheit. Foto: Pixabay

„Habe mich immer sicher gefühlt“

Thomas de Maizère weiß wovon er spricht. „In Afghanistan bin ich bekannt wie ein bunter Hund, war schon viele Male dort auf Reisen. Ich habe mich dort immer sicher gefühlt. So sicher, dass ich nicht einmal den genauen Ort und die Ankunftszeit meines Militärflugzeugs angemeldet habe, wenn ich Kabul besucht habe.“ Den Trubel um seine Äußerungen kann de Maizère nicht verstehen. „Als Zivilist haben sie nichts zu befürchten. Es sei denn, sie sind eher der extrovertierte Typ, der gerne mal an die frische Luft unter Leute geht. Oder zur Arbeit. Oder Einkaufen. Aber ansonsten haben sie wirklich nichts zu befürchten, außer natürlich die Taliban wissen wo sie wohnen. Oder die Al-Kaida. Oder der IS. Aber wenn das alles nicht zutrifft sind sie relativ sicher.“

Waffen für mehr Sicherheit

Um diese „paar Heulsusen“ (O-Ton de Maizère, Anm. d. Red.) zu besänftigen, die Afghanistan als unsicher einstufen, will die Bundesregierung jetzt gegensteuern. „Quizfrage: Was macht eine Region, die unter Sicherheitsproblemen und Gewalt leidet sicherer?“, fragte de Maizère auf einer eiligst einberufenen Pressekonferenz. „Richtig: Noch mehr Waffen, um die Lage zu stabilisieren.“ Laut dem Innenminister werden in einem unkomplizierten Verfahren millionenschwere Waffenexporte nach Afghanistan genehmigt, eine Ausschreibung würde nicht stattfinden. „Es geht hier um rasche Hilfe für die Bevölkerung vor Ort. In der Lobby traf ich zufällig ein paar nette Herren, da haben wir den Deal schnell eingefädelt“, schloss de Maizère unter Applaus der anwesenden Pressevertreter die Fragerunde.

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