Krankenkasse lehnt Burnout-Behandlung eines Beamten mit dem Verweis „LOL“ ab

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Die Mitarbeiter der Krankenkassen müssen sich jeden Tag einiges anhören. Foto: Pixabay
Die Mitarbeiter der Krankenkassen müssen sich jeden Tag einiges anhören. Foto: Pixabay

Stuttgart –  Netter Versuch eines Beamten aus Baden-Württemberg: Der 45-jährige beantragte bei seiner Krankenkasse die Behandlung seines Burnout-Syndroms – diese lehnte seine Krankenkasse jedoch ab. Im Antwortschreiben der Krankenkasse stand schlicht und einfach „LOL“.

Krankenkasse weist Schwindel ab

In Zeiten von steigenden Beiträgen sind die Krankenkassen dazu gezwungen, den Patienten ganz genau auf die Finger zu schauen. „Und einen Beamten, der am Burnout-Syndrom erkrankt, den gibt es einfach nicht. Das ist ein Mythos, ein Märchen, eine Legende – machen wir uns doch nichts vor“, gibt ein Sprecher des Krankenkassenverbandes gegenüber dem Hänselblatt zu Protokoll. „Da hätte sich der gute Mann schon etwas Besseres einfallen lassen können.“ Tatsächlich sollen 80 Prozent aller langfristigen Ausfälle von Beamten dadurch entstehen, dass sie am Schreibtisch einschlafen und sich den Bleistift, den sie als Alibi in der Hand halten, in ihr eigenes Auge rammen. Aus diesem Grund seien auch viele Leute beim Verfassungsschutz auf dem rechten Auge blind geworden.

Vor allem Lehrer im Fadenkreuz

Doch es sind vor allem verbeamtete Lehrer, die den Krankenkassen seit Jahrzehnten ein Dorn im Auge sind. „Bei diesen Drückebergern muss man ganz genau hinschauen“, führt der Sprecher weiter aus. „Das ganze Jahr im Klassenzimmer chillen, dazu noch etliche Wochen Ferien und auf den Klassenfahrten mit den Schülern schön einen saufen – wer das „Arbeit“ nennt, dann aber plötzlich mit Krankheiten und Behandlungen jeglicher Art zu uns angerannt kommt, weil er angeblich erschöpft oder psychisch fertig sei, dem zeigen wir gleich, wo sich der Ausgang befindet. Nein, nein, diesen Simulanten muss man deutlich zeigen, dass sie unser gesellschaftliches System nicht noch mehr ausnutzen dürfen, als sie es durch ihr ungerechtfertigtes Gehalt ohnehin schon tun.“

Krankenkasse greift durch

Im Fall des 45-jährigen Lehrers aus Stuttgart, der versucht hatte, sich über eine Burnout-Diagnose eines befreundeten Arztes einen langen Kuraufenthalt mit anschließender Frührente zu ergattern, muss die zuständige Krankenkasse jetzt hart durchgreifen. „Leider haben wir keine andere Wahl, als den Mann jetzt rund um die Uhr zu bewachen. Sowohl Privat als auch am Arbeitsplatz.  Die Gefahr, dass er sich mit der ‚Bleistift-Methode‘ oder anderen ‚Unfällen‘ doch noch in die Frührente verabschiedet, ist einfach zu groß.“ Diese Maßnahme sei zwar teuer, aber gerechtfertigt, so der Sprecher. „Es geht hier immerhin ums Prinzip. Diesen Leuten muss man beibringen, wie das in der wirklichen Welt abläuft. Von der Schule ins Lehramtsstudium, nur um danach wieder als Lehrer in der Schule zu landen, hat diese Leute weich werden lassen. Irgendwer muss schließlich auch die Lehrer erziehen.“

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