Nach langer Partynacht: Anwohner der AfD-Parteizentrale beschweren sich über Ruhestörung

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Die AfD hielt die Berliner Polizei in Atem. Foto: Pixabay
Die AfD hielt die Berliner Polizei in Atem. Foto: Pixabay

Berlin – Was war da denn gestern in der Schillstraße los? Die Berliner Polizei erhielt gestern Abend um kurz nach 22 Uhr mehrere Anrufe besorgter Anwohner, die sich über lauten Partylärm aus der AfD-Parteizentrale beschwerten. Die Polizei musste mehrfach anrücken und löste die Feierlichkeiten schließlich in den frühen Morgenstunden auf.

Anwohner sind verwirrt

„Ich wollte mich gerade schlafen legen, da höre ich diesen Krach, als wenn einer mit einem Maschinengewehr rumballert“, erzählt uns ein Anwohner. „Nach einer kurzen Schrecksunde wurde mir bewusst: das sind Sektkorken! Dann wurde laute Musik aufgedreht und herumgegrölt. Ich habe sofort die Polizei alarmiert.“ An diesem Abend erhält die Polizei mehrere solcher Anrufe, in denen sich über die immense und urplötzliche Ruhestörung aus der AfD-Parteizentrale beschwert wird. Die Beamten müssen mehrfach ausrücken und die Feierwütigen der AfD dazu ermahnen, die Musik leiser zu stellen – vergeblich. „Um fünf Uhr in der Früh haben wir die Feierlichkeiten dann komplett aufgelöst“, so ein Sprecher der Polizei. „Viele Anwesende waren betrunken und tippten auf ihren Handys rum. Ich wette, da haben einige peinliche Twitter-Postings verfasst, die sie nach dem Ausnüchtern schnell wieder löschen werden.“

Pizza, Döner und Moet

Anwohner berichten dem Hänselblatt, dass es die AfD so richtig habe krachen lassen. Das italienische Restaurant „Mario“ soll mindestens dreimal raue Mengen Pizza nachgeliefert haben. Und sogar der „Döner-King“ wurde zu späterer Stunde gesichtet. Dessen Fahrer sollte das Essen vor dem Eingang abstellen und wieder verschwinden. Gezahlt hatte man vorher via PayPal. Getrunken wurde französischer Moet & Chandon – direkt aus der Flasche. Die lautstarke Musik wurde teilweise sogar noch von den Afd-Mitgliedern übertönt, erzählt uns eine Anwohnerin. „Ein paar Lieder haben die abgewandelt, zum Beispiel sangen sie bei dem bekannten Song von Wolfang Petry ‚Höcke! Höcke! Höcke!‘ statt ‚Hölle‘. Einmal habe ich sie ‚Frauke! Du geile Sau!‘ grölen hören. Und mindestens zehnmal wurde auch die deutsche Nationalhymne angestimmt. Aber auch in einer anderen Version. Ich kriege den Text jetzt nicht zusammen, den die da geträllert haben, aber die Version kannte ich jedenfalls nicht.“

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