Kein Bombenterror bei der EM: AfD kämpft ums nackte Überleben

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Könnte auch das Titelbild einer RTL-Serie sein. Foto (bearbeitet): Pixabay
Könnte auch das Titelbild einer RTL-Serie sein. Foto (bearbeitet): Pixabay

Paris – Die Europameisterschaft 2016 ist Geschichte. In einem müden Finale sicherte sich Portugal den Pokal gegen den Gastgeber Frankreich. Die meisten Fußballfans werden insgeheim froh sein, dass die Wochen der Grusel-Kicks dann doch vorbei sind. Nur die AfD ist enttäuscht: Wider Erwarten gab es während des Turniers keine Bombenanschläge durch islamistische Terroristen – ein Umstand, der die AfD um ihre Existenz bangen lässt.

Ein Finale ohne Gewinner

Lange Gesichter in der AfD-Zentrale in Obersalzberg. Man könnte meinen, sich auf einer Wahlparty der SPD kurz nach Bekanntgabe der Ergebnisse zu befinden. Das Spiel zwischen Portugal und Frankreich ist seit über einer halben Stunde abgepfiffen. Christiano Ronaldo und seine Teamkollegen haben den Pokal bereits überreicht bekommen und präsentieren ihn mit voller Stolz der Fußballwelt. Bei den AfD-Mitgliedern herrscht hingegen eine Stimmung wie auf einer Beerdigung. Das Hänselblatt ist verwirrt. Hat man hier etwa ausgerechnet dem „Erbfeind“ Frankreich die Daumen gedrückt? Wir wollen es genauer wissen und fragen nach. „Uns ist herzlich egal, wer das hier gewonnen hat“, sagt uns ein Mitglied mit belegter Stimme. „Wir sind nur enttäuscht, dass es während des Finales keinen Bombenanschlag gab. Für uns ist das gleichbedeutend mit dem Ende unserer Partei.“

Kein Sündenbock, keine Wählerschaft

„Die AfD gibt es nun mal nur im Doppelpack mit dem islamistischen Terror. Stirbt die eine Seite, gibt die andere auch den Löffel ab. Wir hatten eigentlich gehofft, dass diese verlässliche Partnerschaft auch während der Euro ihre Früchte tragen würde, sind aber leider eines Besseren belehrt worden“, führt das AfD-Mitglied weiter aus. „Ohne Terror können wir keine Ängste schüren und keine Vorurteile verstreuen. Dann sind uns die Hände gebunden und es heißt ganz schnell ‚Adiós‘ AfD, wie man auf ausländisch sagt.“ Schluss mit der AfD? Der feuchte Traum eines jeden Demokraten, doch das Hänselblatt hat – wie immer eigentlich – einen Insider aufgetrieben, der – mal wieder – brisante Informationen bereithält. Der Klassiker.

Ohne Terror zurück zur Eurokrise

„Das bleibt aber unter uns“, haucht uns der Informant durch seinen Zigarettendunst hindurch zu. Natürlich, entgegnen wir, und schwören dies feierlich auf den Arbeitsvertrag unseres Probepraktikanten. Dann bringt der Informant brisante Details ans Tageslicht: „Wenn das Thema Terror plötzlich nicht mehr zieht, schwenkt die AfD halt wieder um. Stichwort Eurokrise: Dann sind es wieder die Spaghettis und die Tapas-Nasen, die uns die Jobs wegnehmen, die Frauen rauben und unsere Kohle verprassen. Und EU-Bashing kommt auch immer gut bei den Leuten an, die keine Ahnung von nichts haben.“ Jetzt ist das Hänselblatt verwirrt. DAS sollen brisante Informationen sein? Unser angeblicher „Informant“ erklärt uns Dinge, die hinlänglich bekannt sind. Auf unseren Druck hin packt er dann doch noch eine Neuigkeit aus, die uns sprachlos zurücklässt: „Gut, aber einen habe ich doch noch für euch. Dürft ihr aber auf keinen Fall drucken! Und zwar gibt es das Gerücht, das Jogi Löw Perückenträger ist. Das wisst ihr aber nicht von mir.“ Jetzt reicht es endgültig. Über Löws Toupetvorlieben hat das Hänselblatt schon vor Tagen berichtet (hier nachlesen). Wir entschuldigen uns für diesen Artikel ohne neuen Informationsgehalt und werden uns in Zukunft neue Informanten suchen.

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