Zentralrat der Toupetträger ernennt Jogi Löw zum „Perückenträger 2016“

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Der Perückenkreis des Jahres 2016 geht an Jogi Löw. DIe Hänselblatt-Redaktion wünscht alles Gute! Foto (bearbeitet): Pixabay
Der Perückenpreis des Jahres 2016 geht an Jogi Löw. Die Hänselblatt-Redaktion wünscht alles Gute! Foto (bearbeitet): Pixabay

Berlin – Schon vor dem Europameistertitel gibt es im Hause Löw kräftig was zu feiern. Welch Überraschung! Ausgerechnet Jogi ist „Perückenträger des Jahres 2016“!

Zentralrat trifft einstimmige Entscheidung

„Herr Löw ist prädestiniert für unsere Auszeichnung“, erklärt uns der sichtlich erfreute Präsident des Zentralrats der Toupetträger, während er seine eigene, hochmoderne Perücke leicht nach hinten korrigiert. „Seit nun mehr über 30 Jahren trägt Jogi Löw seine Perücke mit Stolz, Charme und Überzeugung. Das gibt es nicht so oft“, führt er weiter aus. Die Entscheidung fiel das Gremium des Zentralrats einstimmig. 512 von 512 Stimmen bekam Jogi Löw. Auch die letzten Jahre war er schon in der engeren Auswahl, doch zum großen Wurf hatten stets wenige Stimme gefehlt.

Löw ziert sich weiterhin

„Anfangs waren wir uns nicht einig. Können wir jemanden auszeichnen, der selbst nicht zugibt, eine Perücke zu tragen?“, erklärt uns der 1. Vorsitzende des Rates. „Am Ende haben wir uns entschieden: Natürlich müssen wir ihn auszeichnen. Nur so kommt das Toupet endlich raus aus der Schmuddelecke!“ Doch warum ist der Zentralrat sich so sicher, dass Löw Kunsthaar trägt, fragt das Hänselblatt gewohnt kritisch nach und bekommt eine überraschende, wie auch einleuchtende Erklärung.

Zentralrat liefert Fakten

„Wir haben Jogi Löw nun über drei Jahrzehnte beobachtet: Er ist nicht unsicher und ziert sich auch nicht sein Haar in den Mittelpunkt zu stellen. All das macht ihn ja auch zu einem solch überzeugenden Preisträger“, führt der Präsident aus. „Und dennoch war es nicht einfach, zu beweisen, dass unser Bundesjogi Kunsthaar trägt. Wir mussten ihn lange beobachten.“ Doch irgendwann war die Faktenlage klar. Von Seiten des Zentralrats der Toupetträger heißt es in einer offiziellen Erklärung, Jogi Löw habe: 1. Seit nunmehr 36 Jahren sein Kunsthaar nicht gewechselt… 2. Käme fast nie in die Verlegenheit, sein Toupet zu korrigieren… 3. Färbe seine Schläfen, und damit sein letztes Echthaar, nicht nach – ein großartiges Statement pro Toupet… 4. Bliebe streng seinem eigenen Stil treu, obwohl der Markt mittlerweile mit modernen Perücken überschwemmt würde…

Dennoch bleiben Zweifel

Doch im Vorfeld der Auszeichnung kamen einigen Mitgliedern Zweifel. Es war die Rede von einer Auszeichnung, die genauso als Bumerang zurückkommen könnte, wie einst die von Barack Obama als Friedensnobelpreisträger. Ein Mitglied des Zentralrats, das namentlich nicht erwähnt werden wollte, zum Hänselblatt: „Herr Löw hat, bis auf wenige graue Haare an den Schläfen, keinen Farbverlust. Das wird irgendwann unrealistisch. Er sollte sich dringend ein Toupet zulegen, das seinem Alter von 56 Jahren entspricht. Viele im Zentralrat haben Sorge, dass Herr Löw sich schon bald entscheidet, sein Toupet aus diesem Grund abzusetzen. Das wäre für uns ein echtes Toupet-Gate“, erklärt uns Per Ücke heimlich.

Auch Vorjahressieger gratuliert

Trotz dieser Sorge im Zentralrat ist die Freude über die Auszeichnung im Hause Löw natürlich groß und auch der Vorjahressieger gratulierte schon via Twitter.

Quelle: Twitter
Quelle: Twitter

 

Einach eine tolle Geste von YouTube-Star Joko Winterscheidt und noch mal Glückwunsch an Jogi Löw, auch von Seiten der Hänselblatt-Redaktion.

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Locke sagt:

    Hallo zusammen,
    kann man einem Mann trauen, der ein Toupet oder eine Perücke trägt? Der VDA Präsident Matthias Wissmann hat mittlerweile ein größeres Haarteil als früher. Das finde ich auch ausgesprochen dumm. Aber das passt wohl zum derzeitigen Zustand der Automobilbranche in Sachen Diesel aber auch Benzin-Direkteinspritzer (wegen Rußpartikel). Jogi Löw hat frühzeitig umgestellt, seine Frau und seine Friseurinnen halten offensichtlich dicht. Es passt einfach zu seinem Typ. Wollen wir nicht alle ein bisschen getäuscht werden? Warum sollte er es zugeben? Chapeau.
    Dafür bezahle ich für meinen „Haarkranz“ nur 11 EURO alle drei Wochen bei meiner italienischen Friseurin im Breuningerland in Tamm, deren Mann bei den italienischen Fallschirmjägern ausgebildet wurde, und in Schlierstadt Tandemsprünge durchführt. Bei der Brigata Paracadusti Folgore war ich 1985 als Angehöriger der Luftlandebrigade 25 aus CALW auf Besuch und durfte mein italienisches Springerabzeichen machen. Eine schwarze Breitling-Uhr habe ich von dort auch noch. So lenkt jeder eben von seiner Glatze ab, notfalls mit der Uhr oder mit dem Vier-Rohr-Auspuff seines Autos.

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