Billiger als umsonst: Wer Milch kauft, wird künftig dafür bezahlt!

Das Glas ist voll. Foto: Stefan Kühn, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Das Glas ist voll. Foto: Stefan Kühn, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

 

Berlin – Turbulenzen in der Milchindustrie. Seit Jahren sinkt der Preis für Milcherzeugnisse. Deutsche Milchbauern zahlen spätestens seit dem neuesten Preisverfall von 30 Prozent noch drauf. Die Bundesregierung will helfen: Mit subventionierten Subventionen.

Milchpreise bald im Minusbereich

„Natürlich leben wir in einer freien Marktwirtschaft – aber die Milch doch nicht!“, äußerte sich ein Experte des Bundestages gegenüber dem Hänselblatt. „Was die Milch angeht, halten wir uns an die kommunistische Planwirtschaft aus den frühen 1920er Jahren der Sowjetunion. Das hat sich bewährt. Milch gibt es schließlich immer noch, oder?“ Damit Milch auch weiterhin ein billiges Überschussprodukt bleibt, will die Bundesregierung gegensteuern: Mit subventionierten Subventionen soll der Preiskampf zwischen Handel und Milchbauern reguliert werden. Der Gewinner des Schlagabtausches: Natürlich der Verbraucher.

Geld zurück an der Kasse

In Zukunft wird der Milchkauf nämlich so ablaufen: Kauft ein Verbraucher im Supermarkt einen Liter Milch, muss er an der Kasse keinen Cent zahlen – im Gegenteil, er bekommt Geld zurück! Wieviel das sein wird, hängt von der Höhe der noch auszuhandelnden Subventionen ab, doch laut Insidern führe an diesem Szenario „kein Weg vorbei“. Wie der Milchverkauf reguliert werden soll, bleibt noch unklar. Denn es wird sicherlich einige pfiffige Bundesbürger geben, die eins und eins zusammenzählen. „Was wir vermeiden wollen, sind Szenen, in denen Leute in den nächsten Supermarkt rennen, sich eine Palette Milch „kaufen“ – also Geld an der Kasse einstreichen – und die weiße Suppe dann vor dem Markt auskippen, weil kein Mensch so viel Milch braucht. Das wäre reine Verschwendung“, so ein Mitarbeiter aus dem Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung.

Nur der Milchbauer bleibt ratlos

Die immer wieder aufkommende Kritik von linksversifften Gutmensch-Veganern an den ständigen Subventionen für Milchprodukte prallt an den meisten Milchbauern ab. „Wie jetzt? Soll ich etwa meinen Hof dichtmachen, weil keiner mein Produkt haben will?“, fragt Milchbauer Sven P. „Was kann ich denn dafür, dass viel mehr Milch als nötig produziert wird?! Es ist nur fair, wenn der Steuerzahler für die Subventionen aufkommt und meinen Hof am Leben hält. Die Banken wurden doch schließlich auch gerettet und keiner hat sich beschwert. Wenn sich die freie Marktwirtschaft plötzlich am Markt orientieren soll, dann aber gute Nacht, Deutschland.“

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